Rückläufigkeit? Wie funktioniert das

Ein interessantes Phänomen in der Astrologie ist die Rückläufigkeit der Planeten. Neben dem besonderen Bedeutungsgehalt, dem die Astrologie einem rückläufigen Planeten zuschreibt, stellt sich oft die Frage, was mit einem rückläufigen Planeten tatsächlich am Himmel passiert.

Es dürfte klar sein, dass die einzelnen Planeten auf ihrer Bahn um die Sonne nicht einfach langsamer werden, stehen bleiben, um dann ihre Richtung zu wechseln. Astronomisch behalten sie natürlich ihre Richtung und Geschwindigkeit bei. Von der Erde aus betrachtet, ist es aber tatsächlich so, dass es zu gewissen Zeiten scheint, als ob sie sich rückwärts durch den Tierkreis bewegen würden. Das ist auch von einem geozentrischem Blickwinkel tatsächlich der Fall. Der Grund dafür liegt darin, dass die Planeten sich unterschiedlich schnell bewegen und sich auf ihren engeren oder weiteren Kreisbahnen gegenseitig überholen.

Man kann sich das folgendermaßen vorstellen: Wir sitzen in einem Zug und überholen einen neben uns fahrenden Zug. Ohne äußeren Bezugspunkt ergibt sich der Eindruck, als ob sich einer der Züge rückwärts bewegen würde.

Eine sehr gute Veranschaulichung der Rückläufigkeit von Planeten findet Ihr unter folgendem Link. Der gelbe Punkt in der Mitte ist die Sonne, der rote entweder Venus, Mars oder Merkur. Der blaue Punkt symbolisiert die Erde. Wählt im Menü einen Planeten aus, klickt auf Run/Stop und beobachtet, was mit dem kleinen Punkt passiert, der die Position des Planeten im Tierkreiszeichen anzeigt.

Klickt hier um die Simulation zu starten.

Die rückläufigen Phasen der Planeten spielen in der karmischen Astrologie eine große Rolle.

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